Beiträge von Troubadix

    Nach zwei Tagen gings weiter:

    das Wasser war auf Temperatur und die erste Koralle aus dem Mini-Becken (auf dem Foto oben nebendran) durfte einziehen.


    Nachdem es dieser auch am nächsten Tag noch blendend ging, hab ich einen Tag später das kleine Becken einfach mal komplett ins neue gekippt.

    Damit kam nochmal ein guter Schwung Bakterien, Copepoden, Würmchen usw mit rein.



    Der Resun-Abschäumer macht viel Krach und wenig Schaum, ist allerdings schon ein ganz klein wenig leiser geworden. Hoffentlich wird das noch...


    Nochmal zwei Tage später habe ich mich entschieden, den Steinhaufen einfach in der hinteren rechten Ecke aufzustapeln und im freien Teil dann eine Lichtrasterplatte auf den Sand zu legen. So halten die Plugs besser, ist ja schließlich ein Frag Tank.

    Die Ableger, bisher auf Decks im großen Bekcen, durften dann auch schon umziehen.



    Die nicht auf der Lichtrasterplatte befindlichen Tiere sind übrigens nicht abzugeben, die sind dort vor dem fresswütigen C. multifasciata in Sicherheit gebracht bzw. dürfen sich allgemein etwas erholen oder noch wachsen, bevor sie rüber kommen.

    Um dieses Becken nicht zu steril zu halten habe ich mich entschieden, es mal wieder mit Bodengrund zu versuchen.

    Den feinen Sand hatte ich noch von früher übrig und damals mehrere Wochen mit Wasserstoffperoxid und danach Osmosewasser gereinigt.


    Dazu noch ein paar kleine Stücke Totgestein, das auch noch von irgendwann mal rumlag, und ein guter Schuß Bakterien für den Start.



    An die Rückförderpumpe habe ich eine Tunze Filterpatrone getackert, um Schwebstoffe aus dem Wasser zu filtern. Das System nutze ich auch in meinem großen Becken und bin damit sehr zufrieden. Ersetzt einen teuren Vließfilter und nimmt nicht so viel Platz weg.


    Und wer genau hinsieht, kann im Schacht noch die Spitze eines kleinen Abschäumers erkennen: Ein Resun SK-300, den ich mir vor Jahren mal aus China bestellt habe und seitdem ungenutzt im Schrank lag. Der Schäumer ist vom Hersteller bis 95 Liter empfohlen, da ich hier 54 Liter habe sollte das doch eigentlich ausreichend sein denke/hoffe ich... Im ersten Moment hat das Ding aber hauptsächlich Mikrobläschen ins Wasser gepustet und dabei einen Heidenlärm gemacht.

    Am nächsten Tag war die Innenseite des Schachts dran nach dem gleichen Prinzip und auch den Ablaufkamm habe ich mit Silikon gleich eingeklebt.



    Nun hieß es warten, bis das Silikon durchgetrocknet ist.



    Nach ein paar Tagen habe ich die Rückförderpumpe (Jebao DC1200, hatte ich noch im Schrank) eingebaut und das Becken einfach mal mit Leitungswasser geflutet.



    Der Schacht ist nicht 100%ig dicht, aber da sich das nur innerhalb des Beckens abspielt ist mir das vollkommen egal. Zumal über die Bohrung der RFP eh Wasser kommt. Für eine Außenscheibe hätte ich die Klebeflächen wohl vorher noch gründlich reinigen müssen?

    Grundsätzlich hat das aber ganz wunderbar geklappt und auch die bei Kleinanzeigen günstig erstandene Aqua Medic Qube 50 LED bringt ein recht gutes Licht.


    Nachdem auch einen Tag später der Tisch trocken geblieben ist, das Leitungswasser wieder abgelassen, nochmal gründlich ausgewischt und nachgespült und es konnte mit dem Salz losgehen...

    Guten Morgen,


    angeregt durch Hopperer und fast schon zu gutes Wachstum meiner Tiere habe ich mir ein 54 Liter fassendes Ablegerbecken gebaut.


    Da das insgesamt recht gut geklappt hat, möchte ich die einzelnen Schritte mal etwas beschreiben.


    Basis bildet ein günstiges 0815-Baumarkt-Aquarium mit 60x30x30 cm für ca. 30 Euro.

    Dazu habe ich mir dann in einem Online-Shop eine passende Scheibe schwarzes Acrylglas bestellt. Vor Ort habe ich leider keines bekommen, nur das transparente.

    Habe mir den Luxus gegönnt und die unteren beiden Ecken mit leichtem Radius abgerundet geordert. Da das Becken selbst innen eine ziemlich dick auftragende Silikonnaht hat komme ich somit gut um diese Naht herum.

    Die Scheibe hat die Maße 29,2x25x0,5 cm.

    Somit hat man zur Oberkante des Beckens noch gut 4,5 cm Luft, in die man später den Überlaufkamm einkleben kann.



    Bis das Acryl geliefert wurde, habe ich erst mal mit doppelseitigem Klebeband die obligatorische Schaumstoff-Matte unten angeklebt.

    Ich hab mir vor vielen Jahren angewöhnt, diese anzukleben, da man Becken dann einfacher verschieben/transportieren kann, wenn man mal was umstellen will oder umziehen muss.


    Nach gut 10 Tagen wurde die Acrylscheibe geliefert, also mit einem Schälbohrer ein passendes Loch für die Rückförderpumpe gebohrt. Das Loch ist ca. 5 cm von den Seiten entfernt.



    Zur Vermeidung einer riesigen Sauerei habe ich mir dann eine Rolle Kreppband geschnappt und mit wenigen Millimetern Abstand zur Klebestelle das Becken abgeklebt.



    Zum Ausprobieren habe ich da schon mal den flexiblen Ausströmer eingesetzt, den ich noch von meinem früheren Fluval Flex aufgehoben hatte.



    Dann ging es mit dem Silikon los.


    Da die Scheibe recht eng sitzt, musste ich diese nicht separat abstützen, habe mich jedoch entschieden erst mal nur die Außenseite zu kleben. Die Innenseite vom Schacht ist recht beengt und ich hatte Angst das ich die Scheibe umstoße.

    Eine großzügige Menge Silikon aufgetragen und mit den praktischen Fugenfix glatt gezogen.



    Wie man sieht hat sich das Kreppband durchaus gelohnt, da die Naht doch recht abenteuerlich aussieht. Ich bewundere Leute, die sowas sauber hinbekommen. So kann ich das Kreppband abziehen, wenn das Silikon halb getrocknet ist, und habe dann eine saubere Kante.


    Über Nacht trocknen lassen und am nächsten Tag gings weiter...

    Ich fahre ja gerne auch mal etwas weiter, um schöne Tiere zu finden. Mehr als 3-4 Stunden wollte ich bisher aber doch nicht auf mich nehmen.


    Nun war ich vor gut 3 Wochen übers Wochenende in Bonn und habe den Samstag Abend genutzt, um bei Meerwasser Böttcher / Aqua Perfekt vorbei zu schauen. Der Großhandel ist Samstags für Privatkunden geöffnet.

    Der Laden ist in Bergheim etwas nördlich von Köln, von meinem Quartier bei Bonn aus waren es gut 45 Minuten Fahrzeit. Und die haben sich durchaus gelohnt!

    Bisher kannte ich den Laden nur aus Videos auf YouTube, aber vor Ort wirkt es ja doch oftmals anders und so war ich doch gespannt was mich erwartet.


    Ich habe selten (um nicht zu sagen noch nie) eine solche Auswahl an wirklich schönen LPS gesehen. Wirklich toll und auch das Schaubecken (einige Fotos sind aus diesem) ist eine Schau.

    Für SPS-Fans war die Auswahl eher mau, an Weichkorallen gab es aber auch einiges.



    Schade, das mein Becken voll und das Konto leer ist, sonst hätte ich da ordentlich was mitgenommen. So ist es nur eine kleine orange Bowerbanki geworden, die die Rückfahrt mit mir angetreten ist.



    Letzte Woche hat mich der Urlaub an die Nordseeküste verschlagen und nach schönen Ausflügen ins Watt und nach Helgoland ging es einen Tag vor Abreise noch zu Mrutzek Meeresaquaristik in Ritterhude bei Bremen. Von der Unterkunft in Cuxhaven aus ca. 50 Minuten Fahrzeit.

    Erneut neugierig, was mich erwartet. Der Online-Shop ist ja gigantisch und so hatte ich einen großen Laden erwartet.



    Der Laden ist nun deutlich kleiner als gedacht, angeschlossen ein recht großes Lager für alle mögliche "trockene" Ware, die man online bestellen kann.

    Immer noch größer als manch anderer Laden, aber ich hatte erst mal mehr erwartet.



    Eine ziemlich große Fisch- und Wirbellosen-Anlage mit allen möglichen Kaiser- und Doktorfischen sowie Grundeln etc sowie viele Garnelen, Krabben und Krebse. Daneben ein großes Becken mit Acroporen, eines mit diversen SPS, ein Euphyllia-Becken, ein paar mit gemischtem Korallenbesatz und natürlich auch noch einige schöne Weiche.


    Mitgenommen habe ich dann ein Pärchen Stenopus Garnelen, die die knapp neunstündige Heimfahrt am nächsten Tag sehr gut überstanden haben.



    Wenn Ihr also mal in der Nähe seid, macht einen Abstecher zu den beiden Läden :)

    Die Tiere haben sich mittlerweile gut erholt und stehen besser denn je - ok, bis auf die Golden Torch, die schwächelt noch etwas...


    Die orange Pest breitet sich leider weiter aus. Habe letztens die befallenen Technikteile in Zitronensäure gründlich gereinigt und versucht die Steine vorsichtig mit Zitronensäure zu behandeln, soweit ich die beim Wasserwechsel trockenlegen konnte. Leider habe ich mittlerweile weitere Stellen gefunden.


    So wie ich das verstanden habe, befällt dieses Bakterium aber nur Kalkrotalgen. Also im schlimmsten Fall sind die irgendwann alle tot und wachsen dann irgendwann wieder neu? So zumindest meine Hoffnung...

    Das ganz kleine Becken gibt es nicht mehr. Die Klebenaht war mies verarbeitet. Gut, das da eh nicht viel Wasser drin ist...


    Die Kontaktaufnahme mit dem Hersteller hat sich etwas schwierig erwiesen, wohl weil die zu der Zeit fast jeden Tag auf einer anderen Messe waren. Aber angeblich ist jetzt Ersatz aus Amerika auf dem Weg... mal schauen...


    Das etwas größere macht sich gut. Zwei Cynarinas mussten dorthin umziehen, nachdem der Herr multifasciata diese zum fressen gern hat.



    PS: Habt Ihr die Vorankündigung zum Armatus XS von Aqua Medic gesehen? Das würde mich ja auch sehr reizen!

    Und als ob der orangene Mist nicht reichen würde, ist mir der Calcium-Wert auf 250 abgesackt - hat einigen Korallen gar nicht gefallen, zwei Köpfe der Golden Torch sind futsch und Gewebeschäden bei einigen Chalicen 😰

    Schöner Mist. Hab mir COLD bzw. CLOD eingefangen. Coralline Orange Lethal Disease. Das Bakterium tötet Kalkrotalgen. Die herausnehmbaren Teile reinige ich gerade in Zitronensäure, der Stein wird beim nächsten Wasserwechsel trocken gelegt und mit Säure beträufelt.

    Das "große" Becken musste ich zwischenzeitlich leider einmal komplett neu machen. Eine Turboschnecke war verstorben und hat das bisschen Wasser zum kippen gebracht. Ist ja in wenigen Minuten gemacht :)



    Und im "kleinen" waren die Fadenalgen extrem, also mal alle Steine raus genommen und in einem Eimer mit Meerwasser vorsichtig abgebürstet und wieder rein.

    Die Aktion hat das Becken erstaunlich gut weggesteckt und ist seitdem wirklich schön anzusehen.


    Im Handel konnte ich eine winzige Grünstreifengrundel erstehen, die sich da sehr wohl gefühlt hat und mich stundenlang vor den Becken sitzen ließ.



    Dann kam die erste Hitzewelle des Sommers und mit der Plexiglas-Abdeckung drauf hat sich die Wärme schön gestaut. Also Deckel runter, prompt zwei Tage später die Grundel rausgesprungen ;(


    Um so etwas künftig zu verhindern musste eine sprungsichere Abdeckung her. Vom großen Becken war noch einiges der Netzabdeckung übrig, aber wie kriegt man das da drauf...?

    Die Lösung ist zwar nicht schön aber sehr funktional: Aus Plexiglas einen kleinen Rahmen gesägt, der auf dem Beckenrand aufliegt, und dort dann mit Sekundenkleber das Netz aufgeklebt.



    Irgendwie sind bei mir solche Bastelarbeiten immer hässlich wie die Nacht :rolleyes:

    Zeit für ein kleines Update.

    Die Korallen wachsen prächtig, nur die Trachy, Acans und Cynarinas (glaub die Cynarina hatte ich hier noch gar nicht erwähnt) haben den Zwergkaisern geschmeckt.

    Acans und Cynarinas sind in die beiden Picos umgezogen, bei der Trachy hab ich es leider zu spät gemerkt.


    Immerhin geht der multifasciata so langsam nicht nur an Frostfutter und Korallen sondern auch an Pellets ;)

    Jetzt zum Algenmagneten:


    Ich hatte mir vor geraumer Zeit mal bei eBay ein paar Neodym-Magnete 20x20x3 mm bestellt, die schon mit einer dünnen Epoxy-Schicht überzogen sind. Einige davon habe ich damals in Magnetsteinen verbaut, um Korallen an der Scheibe platzieren zu können.


    Ich habe dann ein Brillenputztuch auf Maß geschnitten und mit Sekundenkleber drauf geklebt - fertig war Version 1:

    Das Außenstück mit dem Putztuch umwickelt, um einen Grill zu bekommen.

    Das hat schon super funktioniert, jedoch die Magnetkraft zu stark. Aber leider hat nach knapp einer Woche der innere Magnet "Blasen" geworfen, sprich die dünne Epoxyschicht war kaputt und der Rost hat sich breit gemacht.


    Also die Silikonform und das Harz rausgesucht und den Innenmagnet eingegossen. Nach dem Aushärten zugesägt und -gefeilt und von einem alten Magnetreiniger das Filz abgezogen und dort aufgeklebt. Für den Außenteil das gleiche.


    Das ist jetzt zwar nicht schön, dafür aber selten und funktional.


    Wenn man mit einem feineren Schleifpapier mehr Zeit investiert, kann man die Oberfläche sicherlich auch noch deutlich aufhübschen, mir reicht es aber so.

    Durch das Filz zerkratzt das Acryl nicht und man kommt eigentlich überall hin zum putzen.

    Als alter Bastler hat mir das Licht keine Ruhe gegeben.

    Über Zeitschaltuhr kann man das zwar ein- und ausschalten, der Dimmzustand bleibt aber nicht gespeichert.

    Auch habe ich mit einem USB-Voltmeter festgestellt, das die Spannung von 5 auf 3,4V einbricht.



    Ich hab also einmal die gesamten Bauteile von der Platine geholt und die LEDs direkt auf + und - der USB-Buchse gelegt. Dann ein Meanwell-Netzteil mit genug Leistung für beide Becken zusammen und einen PWM-Dimmer aus meinem Smart-Home-System dazwischen.

    Die Lampe verbraucht unter 100% übrigens etwas über 15W, nicht wie vom Hersteller angegeben 10W. Selbst bei einem 2,5A USB-Netzteil ist die Spannung noch eingebrochen...



    Mittlerweile läuft das kleine recht gut, ist mitten in der Fadenalgenphase und die Tiere stehen gut. Gegen die Algen habe ich aus meinem Hauptbecken eine Turboschnecke ausgeliehen.

    Das Foto ist kurz vorm Ende der Kieselalgen und Beginn der Fadenalgen:



    Im größeren sind wir noch voll in der Kieselalgenphase und alles ist braun...


    Zur leichteren Reinigung der Scheiben habe ich mir selbst einen Scheibenmagneten gebastelt. Die Wattestäbchen sind eine nette Idee aber auch nicht das Gelbe vom Ei für die Scheiben. Den stelle ich aber mal im nächsten Beitrag vor...