Beiträge von Troubadix

    Und als ob der orangene Mist nicht reichen würde, ist mir der Calcium-Wert auf 250 abgesackt - hat einigen Korallen gar nicht gefallen, zwei Köpfe der Golden Torch sind futsch und Gewebeschäden bei einigen Chalicen 😰

    Schöner Mist. Hab mir COLD bzw. CLOD eingefangen. Coralline Orange Lethal Disease. Das Bakterium tötet Kalkrotalgen. Die herausnehmbaren Teile reinige ich gerade in Zitronensäure, der Stein wird beim nächsten Wasserwechsel trocken gelegt und mit Säure beträufelt.

    Das "große" Becken musste ich zwischenzeitlich leider einmal komplett neu machen. Eine Turboschnecke war verstorben und hat das bisschen Wasser zum kippen gebracht. Ist ja in wenigen Minuten gemacht :)



    Und im "kleinen" waren die Fadenalgen extrem, also mal alle Steine raus genommen und in einem Eimer mit Meerwasser vorsichtig abgebürstet und wieder rein.

    Die Aktion hat das Becken erstaunlich gut weggesteckt und ist seitdem wirklich schön anzusehen.


    Im Handel konnte ich eine winzige Grünstreifengrundel erstehen, die sich da sehr wohl gefühlt hat und mich stundenlang vor den Becken sitzen ließ.



    Dann kam die erste Hitzewelle des Sommers und mit der Plexiglas-Abdeckung drauf hat sich die Wärme schön gestaut. Also Deckel runter, prompt zwei Tage später die Grundel rausgesprungen ;(


    Um so etwas künftig zu verhindern musste eine sprungsichere Abdeckung her. Vom großen Becken war noch einiges der Netzabdeckung übrig, aber wie kriegt man das da drauf...?

    Die Lösung ist zwar nicht schön aber sehr funktional: Aus Plexiglas einen kleinen Rahmen gesägt, der auf dem Beckenrand aufliegt, und dort dann mit Sekundenkleber das Netz aufgeklebt.



    Irgendwie sind bei mir solche Bastelarbeiten immer hässlich wie die Nacht :rolleyes:

    Zeit für ein kleines Update.

    Die Korallen wachsen prächtig, nur die Trachy, Acans und Cynarinas (glaub die Cynarina hatte ich hier noch gar nicht erwähnt) haben den Zwergkaisern geschmeckt.

    Acans und Cynarinas sind in die beiden Picos umgezogen, bei der Trachy hab ich es leider zu spät gemerkt.


    Immerhin geht der multifasciata so langsam nicht nur an Frostfutter und Korallen sondern auch an Pellets ;)

    Jetzt zum Algenmagneten:


    Ich hatte mir vor geraumer Zeit mal bei eBay ein paar Neodym-Magnete 20x20x3 mm bestellt, die schon mit einer dünnen Epoxy-Schicht überzogen sind. Einige davon habe ich damals in Magnetsteinen verbaut, um Korallen an der Scheibe platzieren zu können.


    Ich habe dann ein Brillenputztuch auf Maß geschnitten und mit Sekundenkleber drauf geklebt - fertig war Version 1:

    Das Außenstück mit dem Putztuch umwickelt, um einen Grill zu bekommen.

    Das hat schon super funktioniert, jedoch die Magnetkraft zu stark. Aber leider hat nach knapp einer Woche der innere Magnet "Blasen" geworfen, sprich die dünne Epoxyschicht war kaputt und der Rost hat sich breit gemacht.


    Also die Silikonform und das Harz rausgesucht und den Innenmagnet eingegossen. Nach dem Aushärten zugesägt und -gefeilt und von einem alten Magnetreiniger das Filz abgezogen und dort aufgeklebt. Für den Außenteil das gleiche.


    Das ist jetzt zwar nicht schön, dafür aber selten und funktional.


    Wenn man mit einem feineren Schleifpapier mehr Zeit investiert, kann man die Oberfläche sicherlich auch noch deutlich aufhübschen, mir reicht es aber so.

    Durch das Filz zerkratzt das Acryl nicht und man kommt eigentlich überall hin zum putzen.

    Als alter Bastler hat mir das Licht keine Ruhe gegeben.

    Über Zeitschaltuhr kann man das zwar ein- und ausschalten, der Dimmzustand bleibt aber nicht gespeichert.

    Auch habe ich mit einem USB-Voltmeter festgestellt, das die Spannung von 5 auf 3,4V einbricht.



    Ich hab also einmal die gesamten Bauteile von der Platine geholt und die LEDs direkt auf + und - der USB-Buchse gelegt. Dann ein Meanwell-Netzteil mit genug Leistung für beide Becken zusammen und einen PWM-Dimmer aus meinem Smart-Home-System dazwischen.

    Die Lampe verbraucht unter 100% übrigens etwas über 15W, nicht wie vom Hersteller angegeben 10W. Selbst bei einem 2,5A USB-Netzteil ist die Spannung noch eingebrochen...



    Mittlerweile läuft das kleine recht gut, ist mitten in der Fadenalgenphase und die Tiere stehen gut. Gegen die Algen habe ich aus meinem Hauptbecken eine Turboschnecke ausgeliehen.

    Das Foto ist kurz vorm Ende der Kieselalgen und Beginn der Fadenalgen:



    Im größeren sind wir noch voll in der Kieselalgenphase und alles ist braun...


    Zur leichteren Reinigung der Scheiben habe ich mir selbst einen Scheibenmagneten gebastelt. Die Wattestäbchen sind eine nette Idee aber auch nicht das Gelbe vom Ei für die Scheiben. Den stelle ich aber mal im nächsten Beitrag vor...

    Ich konnte es mal wieder nicht lassen :)


    Auf Instagram gefunden, habe ich mir aus Amerika zwei wirklich kleine Becken importiert.

    Von der kleinen Firma "PNW Custom" das "Micro Reef" mit 40 Oz (ca. 1,1 Liter) und das "Small-in-One" mit 1 Gallone (ca. 3,7 Liter).



    Das kleine Micro erinnert stark an den "Mini Complete Tank", von einem asiatischen Hersteller, der vor ca. 1-1,5 Jahren mal einen kurzen Boom hatte. Ich hatte mir dieses damals auch zugelegt, das System war aber für Salzwasser nicht wirklich geeignet. Durch den geschlossenen Boden war der Wasserstand nicht zu kontrollieren und eine funktionierende Strömung habe ich auch nicht zu Stande gebracht. Ich habe damals an einem Sichtfenster für den Sumpf sowie einem Notüberlauf gebastelt, aber wirklich nutzbar war das trotzdem nicht.


    Das Micro Reef kommt nun mit einem separaten und voll einsehbaren Technikbecken samt Kammern für Absorber o.ä. sowie einem zweiten Ablaufrohr im Überlaufschacht. Auch die Strömung ist dank gebogenem Zulauf sehr viel besser.


    Mitgeliefert wird die exakt gleiche LED-Lampe wie beim "Mini Complete Tank", welche über ein USB-Netzteil versorgt wird sowie eine kleine flüsterleise 5V USB Förderpumpe sowie optional ein ungeregelter Heizstab mit 3W Leistung.

    Das beigelegte USB-Netzteil ist bei uns nicht nutzbar, sofern man keinen Steckdosenadapter zur Hand hat. Aber heutzutage hat ja jeder diverse USB-Ladegeräte von diversen Smartphones und Tablets in der Schublade liegen.




    Beim "Small-in-One" kommt die gleiche Beleuchtung und Förderpumpe zum Einsatz, den Heizer habe ich weggelassen und stattdessen den noch vorhandenen vom "Mini Complete Tank" mit 5W genommen. Die Strömung ist dank flexibler Düse individuell einstellbar, im Technikschacht ist wieder Platz für Heizer, Absorber, Kohle und was man sonst noch so alles braucht oder meint zu brauchen.


    Eingerichtet habe ich beide Becken mit ein paar Bröseln (Brocken mag man dazu kaum sagen) Totgestein sowie einem bzw. drei Schnapsgläsern voll feinem Korallensand, welche ich hier noch rumliegen hatte. Die Temperaturregelung übernehmen Inkbird-Temperaturregler, die auch noch im Schrank lagen.


    Mal schauen, was man mit den Dingern so auf Dauer anfangen kann :)

    Ja, Kohle ist drin. Problem ist eher, das beim letzten Mal Jod zu hoch war und diesmal zu wenig. Bei gleicher Kohlemenge und -alter. Aber wird schon 😊

    Dank Noras Säge habe ich jetzt ein prall gefülltes Ablegerbrett voller Chalicen. Wer Interesse hat darf sich gerne melden. Abgabe in ein paar Wochen, wenn Wachstumsränder vorhanden sind.

    Frohe Ostern alle zusammen!


    Erstmals seit C. hats mich gesundheitlich ein paar Tage weggebeamt, war aber wohl nicht das böse Virus sondern was anderes.


    Heute konnte ich mich endlich wieder um die Tiere kümmern, die letzten Tage hat es teilweise nicht mal zum Füttern gereicht. Also ins Becken geschaut und prompt einige rote Cyanos und neben der Bowerbanki auch eine kleine Kolonie Kugelalgen entdeckt.

    Wo kommen die Kugeln nur wieder her, hatte doch beim Umzug ins neue Becken alle Tiere penibel abgebürstet und gedippt? Ging auch lange gut und der letzte Neuzugang ist eigentlich auch schon wieder länger her...


    Im Zuge eines großen Wasserwechsels (40 Liter) die Kugeln und Cyanos abgesaugt und danach mit einem guten Schuß Bakterien und Plankton die Bekämpfung der Reste eingeleitet.

    Ich hoffe, das wars mit den Kugelalgen. Habe sonst nirgends welche gesehen, aber wer weiß was an Sporen im Freiwasser war/ist...



    Noch vor dem Kranksein gabs eine ICP. Habe mir erstmals den großen "Reef ICP Total" Test von Fauna Marin gegönnt, bisher immer nur den kleinen oder gar die Gratis-ICP.

    Die Labor-Seite begeistert mich sehr, zu jedem Messwert eine Prozentangabe und detaillierte Infos was man wie dosieren bzw. weglassen/untersuchen soll und Ausreisser werden auch in Relation zueinander gesetzt. So sieht man erstens auf einen Blick, wo was faul ist, bekommt aber zweitens auch gleich die Panik genommen, wenn dieser Ausreisser in Relation zu den anderen Werten doch wieder in Ordnung ist.


    KH leicht zu niedrig, Ca + Sr leicht zu hoch. Jod deutlich zu niedrig, Salnität etwas zu niedrig. Bis dahin keine große Überraschung, Jod passt ja irgendwie nie so richtig. Und der Rest im normalen Schwankungsbereich. Solang die Tiere gut stehen soll mir das recht sein.

    Mit dem Jod muss ich mir nur was überlegen; ich habe Jod-Tropfen von Nyos da, ein Tropfen pro 100 Liter am Tag heißt es da. Gebe ich zwei am Tag ist es zu viel, gebe ich einen am Tag ist es zu wenig. Abwechselnd einen und zwei scheint aber auch nicht so der Weg zu sein.

    Am liebsten wäre mir was für die Dosieranlage, aber da hab ich die Erfahrung gemacht das so geringe Mengen am Tag zu Luft im Schlauch und somit mistigen Dosierungen führen.


    PO4 und NO3 aber n.n. 8|

    Wundert mich, da ich parallel 0,02 PO4 und 15 NO3 gemessen habe und das auch die Referenz bestätigt hat...



    Und die Bugatti hat eine Größe erreicht, in der sie nun mal geteilt werden kann. Die Tage gehts zur Nora - endlich eine professionelle Bandsäge in meiner nächsten Nähe :)

    Mit FI-Schutzschalter kann mir nun nichts mehr passieren?

    Leider doch. Viele Geräte im und am Aquarium verfügen nur über einen zweipoligen Stecker (sog. Euro-Stecker) und nicht über einen dreipoligen Schutzkontakt-Stecker (Schuko-Stecker). Eine Erdung ist also nicht vorhanden und würde erst im Moment des "ins Aquarium fassen" entstehen. Das ist dann vielleicht nicht mehr tödlich, aber mindestens unangenehm. Für Personen mit Herzproblemen kann jedoch auch dies lebensbedrohlich sein.

    Manche Aquarianer statten Ihr Aquarium auch mit einer unterbrechungsfreien Stromversorgung (USV) aus, um mögliche Stromausfälle überbrücken zu können. Hier läuft die Spannungsversorgung bei Auslösen der Sicherung oder des FI weiter und der Aquarianer "zappelt" im schlimmsten Fall, bis entweder die Batterie leer ist oder er "gut gebräunt" ist.

    Noch schlimmer: Ist eine Pumpe hinter einer USV angeschlossen bekommt der FI-Schalter im Sicherungskasten gar nicht mit, das es ein Problem gibt und löst nicht aus.

    Heute habe ich mir mit dem Thema selbst ein Bein gestellt.


    Obwohl mir das Thema ja durchaus bekannt war, hat mich die USV heute überlistet - zum Glück ist mir nichts passiert.


    Habe die Pumpe vom Wirbelbettfilter zwecks Reinigung am Controller auf "Futterpause" gestellt und am Beckenrand abgelegt. Die Reinigung des Filters hat etwas zu lange gedauert und auf einmal lief die Pumpe wieder an: Schön das Meerwasser hochgespritzt und genug davon hat sich über die gesamte Technik links vom Becken verteilt.

    Auf einmal war das Licht aus und die USV hat gepiepst. Die Pumpe lief dank USV natürlich weiter, so auch alle anderen Verbraucher an der USV... irgendwo aus den Geräten kam lautes Zischen und Knacken und es hat gestunken wie auf einer schlechten Grillparty...


    Bis ich die USV abgeschaltet hatte und mich dann der (nun zum Glück spannungsfreien) Wasserlache am Boden nähern konnte hat es gefühlt ewig gedauert. Wäre das Wasser etwas anders gespritzt hätte ich die Bedienteile der USV gar nicht mehr erreichen können, ohne einen Stromschlag zu riskieren.


    Kaputt scheint von den wichtigen Teilen zum Glück nichts zu sein - die Pumpen laufen alle noch und das Licht geht auch. Der Profilux trocknet noch, da dürfte aber dank 12V nicht soo viel passiert sein...

    Also Glück im Unglück und Hauptsache mir ist nix passiert.


    Jetzt wird wohl ein RCD-Zwischenstecker hinter der USV Einzug halten...

    Wer es noch nicht mitbekommen hat, der Andi von Nautilus in Germering verabschiedet sich aus gesundheitlichen Gründen nach einigen Jahrzehnten in den Ruhestand.

    Ein:e Nachfolger:in ist mittlerweile gefunden, so wird Nora Kipferler den Laden übernehmen.

    Neuer Name: Riffgärtnerei

    Der Wechsel soll in den nächsten Wochen über die Bühne gehen, man darf also gespannt sein…

    Kleines Update:


    Der Chelmon ist mittlerweile ausgezogen.


    Dazu haben sich parallel mit den Fadenalgen die roten Cyanos ausgebreitet. Diese haben innerhalb 1,5 Wochen die komplette Rück- und Seitenscheibe sowie die natürlichen Teile der Einrichtung (sprich die unteren Skelett-Teile der LPS) befallen. Die RRR wurden lustigerweise komplett verschont.

    Der Gorgonie haben die Cyanos gar nicht gefallen, mittlerweile hat die sich aber wieder vollständig erholt.

    A propos erholt: Meine Bleeding Apple Scoly steht auch wieder deutlich besser da!


    Durch Absaugen, Synechococcus und Bakterienzugabe sind die Cyanos mittlerweile fast vollständig verschwunden. Und dank einem Seeigel und der Schnecken sind auch die Fadenalgen nahezu vollständig weg :)



    Und auch der größte Messmuffel muss ab und an mal messen, gerade wenn die Kalkrotalgen loslegen und die KH runter ziehen.

    PO4 so niedrig, das ich erst an einen kaputten Test geglaubt habe... >0,02

    Und das sogar ohne Absorber... als Reaktion füttere ich mal ein bisschen mehr...


    NO3 15

    KH hat sich mittlerweile stabil eingependelt mit 2x 9 ml Dosierung pro Tag

    Ca gebe ich aktuell 2x 4 ml täglich zu, benötigt aber noch etwas Anpassung.



    Ein paar neue Korallen gabs auch noch :saint:

    Hmm... Ja, Ihr habt nicht Unrecht. Ich werde mal für den Chelmon einen Platz suchen... Der Koffer ist 3-4 cm groß, da ist noch Zeit.


    Die Kieselalgen sind mittlerweile den Fadenalgen gewichen und der Deltec 600i ist einem Deltec 1000i gewichen. Hauptsächlich, weil am Topf ein Ablaufschlauch dran ist und ich mich somit nicht mit dem doofen Bajonett rumärgern muss. Der holt auch deutlich mehr raus, ist aber auch etwas lauter.

    Die Silikonlippe, um den Hals zu reinigen, ist auch sehr praktisch. Schade, das es die beiden Features beim 600i nicht gibt.


    Zusätzlich habe ich mir einen Schwimmersensor dran gebastelt, somit gibt der Profilux Alarm wenn der Schaumtopf voll ist.

    Hallo Sebastian,


    Du meinst in Sachen Fische?


    Mir ist klar, das ein Kofferfisch groß wird. Ich weiß aber auch, wie langsam die wachsen und das viele niemals solche Größen überhaupt erreichen (leider oder zum Glück?).
    Wenn die zu groß werden oder Anzeichen von Hospitalismus oder Aggressivität zeigen habe ich mehrere Anlaufstellen, die mir die Tiere ganz sicher und dankbar (und vor allem auch schnell) abnehmen.


    Und ja, einem Anfänger würde ich auch eher zu "weniger Fisch" raten. Ich behaupte einfach mal, das ich erfahrungsbedingt ein Becken halbwegs ordentlich einrichten kann das genug Versteck-, Revier- und Schwimmmöglichkeiten entstehen und das Verhalten der Tiere einigermaßen beurteilen kann. Das kann ein Anfänger eher nicht.

    Ein Palettendoktor wäre natürlich nichts für ein so kleines Becken, aber Clowns sind eh sehr stationär und wollen gar nicht so viel schwimmen und die Liopoproma sind fast immer versteckt und auch keine großen Schwimmer. Denen ist das Platzangebot relativ wurscht, auch im Meer.

    Also solange die Tiere fit, friedlich und satt sind und die Wasserwerte in Ordnung kann man schon ein bisserl wenn man halbwegs weiß was man tut :) Aber klar, größer ist immer besser.