PNW Custom's Mikro-Becken

    • Offizieller Beitrag

    Ich konnte es mal wieder nicht lassen :)


    Auf Instagram gefunden, habe ich mir aus Amerika zwei wirklich kleine Becken importiert.

    Von der kleinen Firma "PNW Custom" das "Micro Reef" mit 40 Oz (ca. 1,1 Liter) und das "Small-in-One" mit 1 Gallone (ca. 3,7 Liter).



    Das kleine Micro erinnert stark an den "Mini Complete Tank", von einem asiatischen Hersteller, der vor ca. 1-1,5 Jahren mal einen kurzen Boom hatte. Ich hatte mir dieses damals auch zugelegt, das System war aber für Salzwasser nicht wirklich geeignet. Durch den geschlossenen Boden war der Wasserstand nicht zu kontrollieren und eine funktionierende Strömung habe ich auch nicht zu Stande gebracht. Ich habe damals an einem Sichtfenster für den Sumpf sowie einem Notüberlauf gebastelt, aber wirklich nutzbar war das trotzdem nicht.


    Das Micro Reef kommt nun mit einem separaten und voll einsehbaren Technikbecken samt Kammern für Absorber o.ä. sowie einem zweiten Ablaufrohr im Überlaufschacht. Auch die Strömung ist dank gebogenem Zulauf sehr viel besser.


    Mitgeliefert wird die exakt gleiche LED-Lampe wie beim "Mini Complete Tank", welche über ein USB-Netzteil versorgt wird sowie eine kleine flüsterleise 5V USB Förderpumpe sowie optional ein ungeregelter Heizstab mit 3W Leistung.

    Das beigelegte USB-Netzteil ist bei uns nicht nutzbar, sofern man keinen Steckdosenadapter zur Hand hat. Aber heutzutage hat ja jeder diverse USB-Ladegeräte von diversen Smartphones und Tablets in der Schublade liegen.




    Beim "Small-in-One" kommt die gleiche Beleuchtung und Förderpumpe zum Einsatz, den Heizer habe ich weggelassen und stattdessen den noch vorhandenen vom "Mini Complete Tank" mit 5W genommen. Die Strömung ist dank flexibler Düse individuell einstellbar, im Technikschacht ist wieder Platz für Heizer, Absorber, Kohle und was man sonst noch so alles braucht oder meint zu brauchen.


    Eingerichtet habe ich beide Becken mit ein paar Bröseln (Brocken mag man dazu kaum sagen) Totgestein sowie einem bzw. drei Schnapsgläsern voll feinem Korallensand, welche ich hier noch rumliegen hatte. Die Temperaturregelung übernehmen Inkbird-Temperaturregler, die auch noch im Schrank lagen.


    Mal schauen, was man mit den Dingern so auf Dauer anfangen kann :)

    • Offizieller Beitrag

    Als alter Bastler hat mir das Licht keine Ruhe gegeben.

    Über Zeitschaltuhr kann man das zwar ein- und ausschalten, der Dimmzustand bleibt aber nicht gespeichert.

    Auch habe ich mit einem USB-Voltmeter festgestellt, das die Spannung von 5 auf 3,4V einbricht.



    Ich hab also einmal die gesamten Bauteile von der Platine geholt und die LEDs direkt auf + und - der USB-Buchse gelegt. Dann ein Meanwell-Netzteil mit genug Leistung für beide Becken zusammen und einen PWM-Dimmer aus meinem Smart-Home-System dazwischen.

    Die Lampe verbraucht unter 100% übrigens etwas über 15W, nicht wie vom Hersteller angegeben 10W. Selbst bei einem 2,5A USB-Netzteil ist die Spannung noch eingebrochen...



    Mittlerweile läuft das kleine recht gut, ist mitten in der Fadenalgenphase und die Tiere stehen gut. Gegen die Algen habe ich aus meinem Hauptbecken eine Turboschnecke ausgeliehen.

    Das Foto ist kurz vorm Ende der Kieselalgen und Beginn der Fadenalgen:



    Im größeren sind wir noch voll in der Kieselalgenphase und alles ist braun...


    Zur leichteren Reinigung der Scheiben habe ich mir selbst einen Scheibenmagneten gebastelt. Die Wattestäbchen sind eine nette Idee aber auch nicht das Gelbe vom Ei für die Scheiben. Den stelle ich aber mal im nächsten Beitrag vor...

    • Offizieller Beitrag

    Jetzt zum Algenmagneten:


    Ich hatte mir vor geraumer Zeit mal bei eBay ein paar Neodym-Magnete 20x20x3 mm bestellt, die schon mit einer dünnen Epoxy-Schicht überzogen sind. Einige davon habe ich damals in Magnetsteinen verbaut, um Korallen an der Scheibe platzieren zu können.


    Ich habe dann ein Brillenputztuch auf Maß geschnitten und mit Sekundenkleber drauf geklebt - fertig war Version 1:

    Das Außenstück mit dem Putztuch umwickelt, um einen Grill zu bekommen.

    Das hat schon super funktioniert, jedoch die Magnetkraft zu stark. Aber leider hat nach knapp einer Woche der innere Magnet "Blasen" geworfen, sprich die dünne Epoxyschicht war kaputt und der Rost hat sich breit gemacht.


    Also die Silikonform und das Harz rausgesucht und den Innenmagnet eingegossen. Nach dem Aushärten zugesägt und -gefeilt und von einem alten Magnetreiniger das Filz abgezogen und dort aufgeklebt. Für den Außenteil das gleiche.


    Das ist jetzt zwar nicht schön, dafür aber selten und funktional.


    Wenn man mit einem feineren Schleifpapier mehr Zeit investiert, kann man die Oberfläche sicherlich auch noch deutlich aufhübschen, mir reicht es aber so.

    Durch das Filz zerkratzt das Acryl nicht und man kommt eigentlich überall hin zum putzen.