Phosphat zum Beckenstart exorbitant hoch bitte dringend Hilfe

  • Liebe Meerwasserkolleg/innen!
    Ich hab ein leider großes Problem und brauche einen baldigen Expertenrat!
    Ich habe vor einem Vierteljahr, nachdem ich nach langen, frustranen Versuchen mein Becken letztendlich komplett leer gemacht und alle Tiere einem Freund zur zwischenzeitlichen Pflege gegeben.
    - [ ] Jetzt wurde alles über Wochen umgebaut und die Technik erweitert. Alles neu verrohrt. Alles Lebendgestein wurde zwei Mal für jeweils zwei Wochen in hochprozentiges Wasserstoffperoxid eingelegt, zwischenzeitlich zwei Mal dampfgestrahlt und mehrfach mit Leitungswasser gespült. Es wurde ein komplett neues, diesmal noch viel luftigeres Riff daraus gebaut (bestimmt 60 bis 80 kg). Neuer mehrfach gespülter Sand (ca 40 Liter) wurden mit einer zwei Zentimeter Schicht ins Becken eingebracht. Alles ist mit ca 750 Liter Leitungswasser voll aufgefüllt worden. Eine Woche lief alles mit ca 40000 Liter Strömung, Rollermat. Anschließend wurde alles bis zur letzten Pfütze restlos mit dem Nasssauger ausgesaugt. Danach über zweieinhalb Tage mit der Osmose Anlage mit komplett frischen Filterpatronen aufgefüllt und mit Fauna Marin Professional Salz aufgesalzen. Zeolith in den Reaktor. Bakterienzugabe. Salinität ist perfekt. Alkalinität lag am nächsten Tag (zweimal nachgemessen) bei ca 15,4 (!). Nitrat bei 5, Nitrit bei 0,075 (TM Prfessional Test). Und Phosphat bei exorbitant dunkelblauer Farbveränderung. Mehrfach getestet mit Reef Analytics. Also weit oberhalb von 1,0. Algenbewuchs ist Nierenstein zu erkennen. Alle Steine sind blank. Sand ist schneeweiß.



    Jetzt meine Frage: da noch keine Lebewesen (außer Bakterien) aktuell zu schützen sind, gibt es ein Verfahren, dem jetzigen Wasser Phosphat zu entziehen, es eventuell chemisch gebunden abschäumbar oder über Rollermat filterbar zu machen? Natürlich möchte ich mir nicht für später mit dem heutigen Einsatz von Chemie weitere Zeitbomben schaffen.


    Was soll ich tun?

  • Pflichte Klaus bei....in Leitungswasser steckt auch oft viel phosphat...wir haben spitzentrinkwssser aber eben 0.5 PO4...

    VG, Sascha


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  • Phosphatadsorber sind bei mir im Dauereinsatz (prophylaktisch). Empfehle dir also immer einen Phosphatadsorber im Becken zu haben. Ansonsten kannst du mit div. Mittelchen das Phosphat greifbarer machen z. B. für den Abschäumer. Z. B. mit Mittelchen wie Phosphor-Out 4 von Arka und gleichzeitig kannst kannst mit Microbelift Substrat-Cleander die Phosphat-Depots im Bodengrund etwas freigeben. Solange noch keine Lebewesen im Becken sind musst auch nicht so vorsichtig sein. PS: Das was Klaus gesagt hat mit den Steinen und den Bodengrund sehe ich genauso. Raus damit und mit frischem LG und frischem Bodengrund anfangen.Ich weiß es ist so wesentlich billiger. Aber mal den preislichen Aspekt aussen vor.. Warum gleich schleicht (falsch) anfangen. Genauso das mit dem Leitungswasser. Würde ich auch nicht machen. Das Wasser sollte von einer Umkehrosmose mit nachgeschaltetem Silikatfilter kommen. Mit frischem Lebendgestein, frischem Boden und gutem Wasser hast nicht nur von Anfang an (spätestens nach zwei Wochen) perfekte Werte, sondern auch über lange Zeit.

    Viele Grüße


    Udo


    Erfahrungen: 1977-1995 Süßwasseraquarianer (Erfahrungen in Zucht von Welsen und Diskusfischen und behandeln von Fischkrankheiten)
    seit 1997 begeisterter Meerwasseraquarianer